Feministische Kritik ist mehr als nur eine Frage der Geschlechterverhältnisse – Radiobeitrag

Radio Corax
„Eine Grundforderung feministischer Politiken ist „my body, my choice“, also „mein Körper, meine Entscheidung“. Gemeint ist damit, dass niemand das Recht haben sollte, über einen Körper zu verfügen – sei es durch Berührungen die man nicht will, durch Gesetze die Abtreibungen unter Strafe stellen oder die Einnahme von Hormonen an Zwangsgutachten binden oder durch zwangsweise Gabe von Medikamenten. Ein Ort, an dem dieser Grundsatz nicht gilt ist die Psychiatrie. Zwangseinweisung, Zwangsgabe von Medikamenten, Zwangsernährung, Fesselung oder auch einfach der Grundsatz, dass der/die PsychaterIn entscheidet, wann und ob jemand wieder gehen darf. Gerechtfertigt wird dies meist mit dem Schutz des Menschen vor sich selbst und manchmal auch mit dem Schutz der Umwelt vor dem Menschen. Feministische Politik sollte die Psychiatrie-Praxis kritisieren, sagt die Kulturwissenschaftlerin Peet Thesing und hat ein Buch darüber geschrieben: „Feministische Psychiatrie-Kritik“. Mit ihr sprachen wir über das Thema.“

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